WordCamp 2011 in Köln, ein Rückblick

WordCamp 2011

Heute, am Samstag den 24. September 2011 fand in Köln das WordCamp 2011 statt. Für mich war es, neben dem TYPO3camp in München, das zweite themenbezogene Barcamp. Hier nun ein kleiner Rückblick auf das Camp.

Begrüßung

Ich kam mit ca. 20 Minuten »Verspätung« auf dem WordCamp an und habe mich erst einmal angemeldet. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht allzu viel los und auch das Orgateam war noch dabei, Schilder für die Wegbeschreibung aufzuhängen.

Danach machte ich mich auf die Suche nach einem Kaffee, leider mit mangelndem Erfolg, denn ich traf ausschließlich auf einen Kaffeeautomaten. Im Laufe des Morgens kamen dann irgendwann Wasserkocher und Instant-Kaffee sowie Cappuccino dazu.

Da die Registrierungsphase länger dauerte als geplant, wurde die Begrüßung auf ein Minimum beschränkt und auch die Sessionplanung wurde abgesagt.

Somit ging es erst mal mit dem bereits online geplanten Sessionplan los und auch eine Vorstellung der Speaker fand nicht statt.

Das Ganze allerdings zum Nachteil vieler Teilnehmer, denn direkt in der ersten Session mussten einige feststellen, dass sie sich unter der gewählten Session was anderes vorgestellt haben. Dazu aber weiter unten mehr.

Organisation

Die Organisation eines Barcamps erfordert mit Sicherheit eine Menge Arbeit und verdient einiges an Anerkennung. Nichtsdestotrotz ist auf diesem Camp nicht alles wirklich ideal gelaufen. Vieles resultiert aus der Verzögerung und dem Wegfall der Sessionplanung.

Sessions

Ich landete, wie bereits oben erwähnt, durch ein Missverständnis in einer Session, von der ich etwas völlig Anderes erwartet habe.

Session 1: Lokalisierung

Hatte ich eine Session erwartet, in der es um die Mehrsprachigkeit in WordPress geht, ging es um die Lokalisierung von Plugins und Themes.

Da es allerdings zu diesem Zeitpunkt die einzige Session war, die mich wirklich interessierte, so bin ich dann doch dort geblieben und habe die Session bis zum Ende verfolgt.

Allerdings war spätestens nach der Annahme, dass unterschiedliche Sprachen für Frontend und Backend keinen Sinn ergeben die Session für mich unten durch.

Session 2: HookMe

Die zweite Session, die ich mir angesehen habe, drehte sich rund um das Thema Hooks in WordPress. Sicherlich gab es einen recht guten aber auch simplen Überblick, über die Funktionsweise von Hooks unter WordPress, allerdings war die Herangehensweise eher für Anfänger geeignet. Ich habe meine Meinung dazu bereits in einem Tweet zum Ausdruck gebracht.

Learning by doing und try and error ohne wirkliche Perspektive... Wer braucht schon Debugger wo es print_r gibt? #hookme #wck11

Session 3: Spaßbremse beim Bloggen - Rechtliche Rahmenbedingungen

Eine wirklich interessante, aber auch etwas beängstigende Session. Viel interessante Tipps und Ratschläge, was man alles beachten muss, was erlaubt ist und was nicht.

Es ist doch eine große Anzahl an Dingen, die man beachten muss. Unter anderem in Verbindung mit User Generated Content, wie er durch eine Kommentarfunktion natürlich zwangsläufig entsteht.

Eine wirklich gute Session, in der ich vieles gelernt habe. Soviel, dass ich das hier alles gar nicht so einfach wiedergeben kann. Vielleicht landen die Folien ja noch bei Slideshare und ich kann sie hier noch verlinken.

Session 4: Soziale Netzwerke mit BuddyPress sinnvoll einsetzen

Ein interessanter Einblick in BuddyPress und doch würde ich hier wahrscheinlich lieber auf TYPO3 zurückgreifen.

WordPress ist ja so oder so schon recht speicherhungrig und außerdem habe ich mit TYPO3 in Verbindung mit einigen Extensions wirklich gute Erfahrungen gemacht.

Session 5: Xtreme One Theme-Framework

Das Entwicklerteam hat in dieser Session ihr Theme-Framework vorgestellt. Mit Sicherheit ein interessantes, da schlankes und schnelles Framework, doch ist es für meinen Einsatzbereich nur bedingt geeignet.

Noch bin ich mir nicht sicher ob ich 55,96 € (69,95 € - 20% WordCamp-Rabatt) investieren soll. Nutze ich WordPress doch wirklich nur als reines Blog-System und für alles andere TYPO3.

Session 6: Bestehende WordPress-Seiten auf Multisite migrieren

Zu dieser Session kam ich etwas zu spät, da ich eigentlich die Session »Bloggen: Zwischen Belanglosigkeit und Diskussionswürdigkeit« besuchen wollte, welche aber leider ausgefallen ist.

Insgesamt ist der Aufwand der Migration recht groß. Wenn man ein duzend oder mehr Blogs betreut, ist der Schritt sicherlich sinnvoll. Da ich nur wenige WordPress-Blogs betreibe, kommt dieser Schritt für mich allerdings nicht infrage.

Session 7: WordPress Jeopardy

Ich denke viele kennen noch die TV-Show Jeopardy. Auf dem WordCamp ging es um die Themengebiete »Der Loop«, »Funktionen«, »Geschichte«, »Hooks« und »Template-Tags«.

Eine lustige Session zum Abschied.

Fazit

Die Organisation war sicherlich nicht die Beste, bzw. bin ich anderes gewohnt. Nichtsdestotrotz habe ich einige neue Kontakte knüpfen können und auch ein paar interessante Infos mit nach Hause genommen.

Ich fühle mich allerdings in meiner Vermutung bestätigt, dass ich unbedingt mal einen Blog auf TYPO3 hochziehen muss, um einen Vergleich zu haben und evtl. zu wechseln.

Feedback

Auf jeden Fall sollten beim WordCamp der Einlass und die Begrüßung besser durchdacht werden. Kaum hat man sich angemeldet, steht man erst mal eine lange Zeit rum. Sicherlich eine gute Zeit zum Netzwerken, doch ein vernünftiger Kaffee am frühen Morgen hilft immer. :)

Außerdem fände ich es sinnvoll, wenn man versucht die Sessions, wenn es wieder so viele werden, auf zwei Tage zu verteilen, denn sieben Slots und fünf Tracks fand ich schon recht heftig.

So hätte man die Möglichkeit, evtl. auch die eine oder andere spontane Session noch mit aufnehmen zu können.

Aller Kritik zum Trotz geht hiermit natürlich trotzdem ein ganz großes Dankeschön an die Orga und alle Sponsoren! Auch wenn sicherlich Verbesserungsbedarf besteht, so sind genaue diese Personen es, die solche Events überhaupt möglich machen. DANKE!

Das war mein Eindruck vom WordCamp 2011 in Köln. Wart ihr auch auf dem WordCamp? Wie habt ihr es empfunden?

FacebookRSS Feeds

13 Kommentare zu “WordCamp 2011 in Köln, ein Rückblick”

  1. tboley

    26. September 2011 um 06:50

    Zum Punkt “Soziale Netzwerke” würde mich interessieren, welche TYPO3 Extensions du einsetzt. Auch wenn ich sonst viel mit TYPO3 mache, hätte gerade in Bezug auf diesen Bereich eher an WordPress gedacht.

  2. Marcel

    26. September 2011 um 07:36

    Hallo tboley,

    in der Session wurde BuddyPress nicht direkt als soziales Netzwerk in Form eines Facebook-Klons oder ähnlichem verwendet.
    Ich dachte dabei an Extensions wie:

    sr_feuser_register
    comments in Verbindung mit feuser4comments
    mm_forum
    direct_mail
    vor Ewigkeiten mal intermail
    usw.

    Also nicht das klassische soziale Netzwerk, sondern eine Erweiterung der Grundfunktionen rund um die fe_user, um Interaktionen möglich zu machen.

    Gruß Marcel

  3. tboley

    26. September 2011 um 09:51

    Hallo Marcel,

    oh, dass sind aber zum Teil böse Extensions ;-) Mit mm_forum tut man sich keinen Gefallen. Vom Grundsatz hast du aber recht, es ging nicht um ein soziales Netzwerk.

    Gruß,

    Thomas

  4. WordPress Entwickler treffen sich in Köln zum WordCamp 2011 » Wordpress » Pixeldreher Blog - Webdesign, Wordpress, Suchmaschinenoptimierung und mehr

    26. September 2011 um 12:23

    [...] http://nikonierer.de/wordcamp-2011-in-koeln-ein-rueckblick/ [...]

  5. Webentwicklung: WordCamp 2011 und es kam einiges anders | Das Örtchen

    26. September 2011 um 16:30

    [...] WordCamp 2011 in Köln, ein Rückblick [...]

  6. WordCamp Köln 2011: Ein subjektiver Rückblick » t3n News

    26. September 2011 um 17:31

    [...] WordCamp 2011 in Köln, ein Rückblick – nikonierer.de [...]

  7. Links der Woche – WordCamp-Spezial » Nikonierer

    28. September 2011 um 07:47

    [...] vergangenen Sonntag habe ich auf diesem Blog einen durchaus sehr kritischen Artikel zum diesjährigen WordCamp in Köln veröffentlicht. Passend dazu hier nun eine Links-Sammlung mit weiteren Berichten zum WordCamp [...]

  8. Bernhard

    30. September 2011 um 11:19

    Hallo Marcel, ich war auch auf dem WordCamp und war insgesamt ganz zufrieden. Aber im Vergleich zum letzten Jahr hat die Organisation wirklich ein paar Dinge nicht optimal hinbekommen. Die Session Lokalisierung hätte ich mir echt enhören sollen. Bei dem Punkt mit Front-/Backend hätte ich sofort protestiert. Das war eines der ersten Dinge, die ein Mitarbeiter damals in WordPress vermisst hat und mich zur Programmierung eines meiner ersten Plugins animiert.

  9. WordCamp Deutschland - Köln, 24.09.2011 | Blog | Links zu Blogeinträgen, Fotos, Folien zum WordCamp 2011

    5. Oktober 2011 um 10:01

    [...] http://nikonierer.de/wordcamp-2011-in-koeln-ein-rueckblick/ [...]

  10. Links der Woche – TION Spezial » Nikonierer

    8. Oktober 2011 um 10:01

    [...] gibt es diese Woche ein paar Links zur TION2011 in Köln. Ich war am besagten Wochenende auf dem WordCamp, welches ebenfalls in Köln [...]

  11. Alex

    17. Oktober 2011 um 20:21

    Hey Marcel,

    bisschen spät mein Kommentar aber ich habe deinen Beitrag jetzt erst zufällig entdeckt. :)

    WordPress hat in Sachen CMS mächtig aufgeholt. Die Meinung, dass WordPress nur ein reines Blogsystem ist, ist schon längst verstaubt. :)

    Probier mal beim nächsten Projekt WordPress als CMS zu benutzen, ob mit oder ohne Xtreme Theme, du wirst begeistert sein.

  12. Marcel

    17. Oktober 2011 um 20:44

    Hallo Alex,

    wie auch an diesem Blog zu sehen, nutze ich in den meisten Fällen TYPO3 und auch bei “einfachen” Blogs hab ich es nicht nur einmal bereut nicht von Angang an auf TYPO3 gesetzt zu haben. Ich habe WordPress bereits vielfach im Einsatz (wie z.B. dieser Blog hier) und meine Begeisterung hält sich bei gewissen Dingen halt in Grenzen.

    Ich möchte niemandem WordPress madig machen, doch für mich ist es nicht die erste Wahl.

  13. Alex

    19. Oktober 2011 um 01:29

    Hey Marcel, jeder hat so seinen Favoriten. Das ist ja auch gut so. :)

    Ich hatte damals selber mit Typo3 gearbeitet und bin heilfroh, dass es WordPress jetzt gibt. Der gleichen Meinung sind auch viele andere Webdesigner und Programmierer. Auch sehr viele Autoren sind von der Usability von WordPress begeistert und sind froh nicht mehr Typo3 zu benutzen. Aber wie schon gesagt, jeder hat so seine Präferenzen und natürlich ist WordPress auch keine Lösung für alles bzw. kann man besser mit Typo3 handhaben.

Kommentar abgeben: