Mit einfachen Mitteln deinen Blog verwurzeln

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Hallo! Ich bin Kai - die Urlaubsvertretung! Mein Name ist Kai Thrun und ich blogge unter Kaithrun.de über Social Media, Marketing, Werbung, Internet oder Themen, die kommentiert werden müssen. Ich versuche so gut es geht objektiv zu bleiben und nicht nur Fehler zu finden, sondern auch Lösungen bereitzustellen. Apropos Lösungen, eine Urlaubsvertretung für den Blog ist eine selbige.

Wir sitzen nun mitten im Thema, worüber ich hier schreiben möchte. Es gibt viele gute Blogs, aber ebenso viele haben ein Vermarktungsproblem. Ich will mich davon nicht frei sprechen. Es gibt aber ein paar Dinge, die man ändern kann, ziemlich einfach und nebenbei stärkt man noch das Netzwerk. Völlig ohne großen Hokuspokus aber alles in Maßen.

Blogger einspannen

Andere Blogger irgendwo einspannen funktioniert recht gut.
Gastbeiträge funktionieren meist gut, da ich meine Leser auf Marcels Blog schuppse und Marcels Stammleser mal ein neues Gesicht vor die Nase bekommen.

Backlinks - es wird zwar immer weniger, aber es geht nach wie vor recht gut. Man sollte bei der Recherche eines Postings, auch immer nach fremden Blogs suchen (Google?). Dies vergisst man mal gern, funktioniert aber gut ohne großen Aufwand.

Aktive Ansprache. Im Laufe eurer Bloggerei bildet Ihr automatisch einige Beziehungen rund um den Blog. Die Stammleser kennen diese Blogs meist. Was steht daher im Wege, einfach mal einen Satz fallen zu lassen wie “dies könnte Marcel auch gefallen” - Marcel verlinkt hierbei auf den Blog. Marcel sieht sich vielleicht genötigt, dass es ihm gefällt und das er darüber schreiben möchte.

Kommentare

Ihr kennt diese aussterbende Form in Blogs. Kommentare. Nutzt Sie so gut ihr könnt. Ich habe eine tägliche Todo in meiner Aufgabenliste, die schlicht heißt “in 3 fremden Blogs” kommentieren. Dies gelingt mir nicht immer, aber ich denke, wenn ich eine gute Performance halte, habe ich im 1. Jahr 7-900 “Kaltkontakte” gehabt. Davon wird sicherlich nicht jeder Stammleser, aber der ein oder andere bleibt eben doch hängen.

Was bei Kommentaren nicht geht, sind kurze Kommentare wie “toller Beitrag. Danke!” - das könnt ihr als Stammleser des Blogs schreiben. Man kennt euch. Ihr habt schon einige Diskussionen im Blog gehabt. Der Autor kennt euch. In einem fremden Blog liest es sich eher wie ein “hab ich nicht gelesen, ich hinterlasse mal meine URL”. Sollten sich weniger als 3 Kommentare unter dem Artikel befinden, nehmt euch die Zeit und kommentiert etwas ausführlicher ohne viel “Blabla” zu hinterlassen. Ihr könnt an der Stelle auch eure Kompetenz oder Expertise unterstreichen.

Promotion

Viele Blogger (wie ich auch) nutzen die Netzwerke um ihre Inhalte zu streuen. Die wenigstens davon nutzen die Netze um sich zu promoten. Was ich sagen will ist: Es wird auch niemand den Kopf abreißen, wenn ihr einen Artikel 2-3x postet! Ich habe die Angewohnheit abends viel zu schreiben. Das ist aber nicht wirklich die beste Zeit um ein Post zu platzieren. Nicht jedes Postings ist so heiß, dass er sich von allein verbreitet. Daher poste ich den Artikel gern noch mal den nächsten Morgen. Oder am Mittag oder am Abend des Folgetages. Ich gehe einfach davon aus, dass viele die mir Folgen nicht permanent vor dem PC sitzen und daher meine Postings auch nicht lesen. Die richtigen Abstände und Zeiten wirst Du im Laufe der Zeit selbst herausfinden. Manche Posts rollen auch von alleine und brauchen keinen weiteren Anstoß.

Fazit

Wie ihr sehen könnt, gibt es einige kleine Kniffe, wie man ein Netz(werk) um sich herum spannen kann auch ohne Marketingguru oder SEO-Wunderknabe zu sein. Es ist auch keine stundenlange Schweißarbeit - nur einen langen Atem, den sollte man haben. Aber wie ihr als Blogger sicherlich auch wisst: Wie man in den Wald schreit, so schallt es auch wieder heraus!

In diesem Sinne, vielen dank Marcel für das Plätzchen in deinem Blog. Danke liebe Stammleser für die Neugier neuer Worte.

Artikelbild: Brockmann/photoxpress.com

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16 Kommentare zu “Mit einfachen Mitteln deinen Blog verwurzeln”

  1. Tanya Quintieri

    6. Oktober 2011 um 08:22

    Moin Kai,

    hört sich ein bisschen an wie “mühsam ernährt sich das Eichhörnchen”. Eine Frage: Prüfen Sie – wenn ja, wie? – die Resonanz auf Ihren Blog? Oder haben Sie das zumindest am Anfang getan?

    LG
    Tanya

  2. Mathuseo

    6. Oktober 2011 um 08:34

    Was ich an der Stelle noch etwas ergänzen darf: Regelmäßige Postings sind für jeden Blog Pflicht. Das heißt nicht zwingend einen pro Tag. Zwei die Woche sollten es aber dann doch schon sein ;)

  3. Hinweis in eigener Sache: Gastartikel beim Nikonierer | Kai Thrun - der Webarchitekt

    6. Oktober 2011 um 08:50

    […] eigener Sache ein Hinweis. Ich habe bei Marcel einen Gastbeitrag geschrieben. Der Beitrag heißt »Mit einfachen Mitteln seinen Blog verwurzeln«. Ich habe dort ein paar einfach Tipps aufgeschrieben, wie man langfristig seinen Blog platzieren […]

  4. Kai Thrun

    6. Oktober 2011 um 09:13

    @Mathuseo:
    Natürlich darfst du. Ich kann auch kein Autorennen gewinnen, wenn ich mir das Benzin ausgeht.
    Danke für den Hinweis, ich bin einfach von einem “aktiven” Blog ausgegangen.

    @Tanya
    Es ist weniger mühsam, wenn man sich daran gewöhnt hat. Ich prüfe nicht, da es eher eine “Phylosophie” ist. Den Autor zum Lesen zu bewegen, bedarf es auch mal 2-3 Kommentare. “Get engage with your community” trifft es ganz gut. Wie lange brauchen Sie um 3 Kommentare am Tag zu verfassen? 3×5 Minuten?
    Und nicht vergessen – für beide Seiten: was ist für mich drin?

    Liebe Grüße Kai

  5. EXites

    6. Oktober 2011 um 09:35

    Interessante Ansätze, die Du da zusammengestellt hast. Mühsam ist so ein Kommentieren bzw. Promoten der eigenen Blogs bestimmt nicht, aber zeitaufwendig. Zeit, die man doch gerne investiert ;)

    Schließlich musst du erstmal einen passenden Blog finden, der dich interessiert und gefällt.

    Was ich schade finde, ist, dass die meisten Netzler mit eigenen Webseiten und Blogs nur noch kommentieren, um Links zu sammeln (Siehe in deiner Beschreibung “Toller Beitrag!”). Auf solche Kommentare können viele verzichten und tun dies auch.

    Danke für den Gastbeitrag, Grüßle, X

  6. Marc

    6. Oktober 2011 um 09:37

    Die Unsitte, nicht mehr in Blogs zu kommentieren, bedauere ich auch sehr. Schließlich verstehe ich Kommentare auch als wertvolles Feedback zu meiner Bloggerei.

    Viel läuft inzwischen über Facebook und Twitter und unter WordPress gibt es auch ein Plugin, das diese Konversationen in die Kommentare unter den Blogbeitrag einbindet. Aber so richtig smooth läuft das bei mir nicht…

  7. Kai Thrun

    6. Oktober 2011 um 09:42

    @Exites:
    Also mir reicht ein Blogpost, der mich interessiert. Das geht ganz gut, wenn man z.B. einen interessanten Kommentar liest. So wie hier. Vielleicht hast du einen Post auf der Startseite der mich interessiert, den lese ich fix durch und wenn ich schon da bin, hinterlasse ich einen Kommentar. Wenn es gut war, komme ich öfters. Wenn mich der Rest wirklich nicht interessiert, eben nciht – ist ja auch ok.
    “Toller Beitrag” Kommentare einfach die URL rauslöschen. Das gewöhnen sich die Leute recht schnell ab (hat zumindest bei mir gut geklappt)

    @Marc
    Ich finde es auch schade, daher versuche ich möglichst wenig in den Netzwerken zu kommentieren. Selbst ist der Blogger sozusagen :-)

  8. EXites

    6. Oktober 2011 um 11:05

    @Marc
    Das Plugin für den Import von Facebook-Kommentaren hatte ich auch mal im Auge, allerdings auch schnell wieder aus dem Sinn. Läuft nicht richtig und mit dem Datenschutz bin ich mir da nicht so sicher. Wer weiß, was den Datenschutz-Fanatikern noch so alles einfallen wird in nächster Zeit ^^

    Meine Facebook-Fanpage für den Blog importiert auch nicht automatisch alle neuen Blogeinträge in die Timeline. Finde diese ganzen Automatisierungen nicht sinnvoll. Selbst ist der Blogger! Deswegen auch alle Blogeinträge schön manuell eintragen – da hat man dann auch die Möglichkeit Überschriften und Beschreibungen zu beeinflussen.

    @Kai
    So wird das in meinem Blog seit Beginn gehandhabt. Aber gute und interessierte Kommentare schätze ich dafür auch um so mehr. Freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich einen “richtigen” Kommentar zwichen den unendlich vielen Spammern und Linksammlern bekomme ;)

  9. Susanne

    6. Oktober 2011 um 15:14

    Hallo Kai, danke für den Beitrag. Den Tipp mit den drei Kommentaren am Tag finde ich gut. Ich hatte allerdings auch schon den Fall, dass jemand erst sein Blog bewirbt und dann keine Kommentare freischaltet, obwohl man kommentieren kann. Da gehe ich dann auch nicht mehr hin.

  10. Kai Thrun

    6. Oktober 2011 um 15:32

    @Susanne: Wie oft kam das noch vor? Idioten gibt es überall – auch im Internet ;-)

  11. Hamza

    8. Oktober 2011 um 14:19

    Gerade was die Kommentare betrifft, ist es eigentlich schade, dass immer weniger (sinnvolles) geschrieben wird.

    Ich persönlich lese gerade die Kommentare zu Artikeln, die mich interessieren. So sieht man das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und bekommt oft noch Ergänzungen (wie weiter oben ja auch bereits geschehen).

  12. Marcel

    10. Oktober 2011 um 19:42

    So, da bin ich wieder, zurück aus dem sonnigen Prag. Der Urlaub hat echt gut getan und der erfreuliche Anblick im Bezug auf das Feedback zu diesem Artikel natürlich auch. :D

    Mich hat es wirklich gefreut, dass Kai einen Gastartikel für meinen kleinen Blog geschrieben hat. Grade die Idee täglich in drei fremden Blogs zu kommentieren ist eine Sache, die ich unbedingt mal angehen muss.

    Dieser Blogpost kann sich in Sachen Kommentare ja schon mal sehen lassen. Er teilt sich derzeit Platz 4, zusammen mit dem Artikel über die Kurz-URLs für TYPO3 Downloads, was die Anzahl der Kommentare angeht. ;-)

    Neben Kai geht natürlich auch ein Dankeschön an alle Leser und Kommentatoren. Vielleicht trifft man den Einen oder Anderen ja nun häufiger hier an. ;)

    Soweit erstmal…
    Gruß Marcel aka. Nikonierer

  13. Hamza

    11. Oktober 2011 um 09:02

    Bitte bitte, gern geschehen :-)

    So, jetzt noch in zwei weiteren Blogs kommentieren und der Tag ist gerettet ;-)

  14. In eigener Sache: 3 mal außer Haus | Kai Thrun - der Webarchitekt

    25. Oktober 2011 um 16:14

    […] Mitnehmen. Die meisten werden es in der vergangenen Woche gelesen haben, dass ich bei @Nikonierer einen Gastartikel geschrieben habe. Ich habe Marcel noch nicht gesprochen, ich bin für meinen Teil allerdings zufrieden. Es […]

  15. Blog Jahresrückblick 2011 » Nikonierer

    14. Dezember 2011 um 20:32

    […] Last but not least meine Urlaubsvertretung. Kai Thrun veröffentlichte hier einen Artikel zur Vermarktung und Festigung des Blogs. […]

  16. Heveling und Co. – Wie viel Widerstand ist sinnvoll? » Nikonierer

    1. Februar 2012 um 23:55

    […] veröffentlichte Kai Thrun einen Artikel, in dem er die fachliche Kompetenz der Medien infrage stellt. Unter dem Titel das […]