Fotografie entspricht nicht der Realität – Teil 1/3

Wieviel Bildbearbeitung ist erlaubt

Heute möchte ich mal einige Worte zu einem Thema verlieren, welches ich immer wieder von Leuten höre, die sich nicht mit der Fotografie beschäftigen. »Sobald du das Foto bearbeitest, entspricht es ja nicht mehr der Realität«

Richtig

Dem kann ich nur zustimmen und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, in dem ich sage: Die Fotografie entspricht nicht der Realität. Egal, auf welchem Weg ein Foto entstanden ist, es entspricht nicht der Wirklichkeit. Es kann mit einer analogen Kamera und einem beliebigen Film entstanden sein, es kann aber auch eine digitale Kamera gewesen sein. Es gibt viele Dinge, die von der Realität abweichen.

Der Film / Das Format

Nicht erst seit dem Zeitalter der digitalen Kameras weichen Fotos von der Realität ab. Jeder Film hat seine eigene Charakteristik und nimmt somit entscheidend Einfluss auf das Endergebnis des Fotos.

Bei digitalen Kameras kommt es vor allem auf das gewählte Format an. Während im RAW-Format mehr oder weniger nur die rohen Sensordaten gespeichert werden, findet bei JPEG-Format bereits durch die Kamera eine Bildmanipulation statt. Das Bild wird geschärft, die Sättigung wird angehoben, das Foto wird in Graustufen umgewandelt, ganz nach den Einstellungen des Benutzers.

Die Entwicklung

Nachdem ein Foto geschossen wurde, muss es entwickelt werden. Entweder geschieht dies direkt in der Kamera, wie oben erwähnt, oder nachträglich manuell. Während der Analogfotograf seinen Film mittels Chemie entwickelt, überträgt der Fotograf mit der digitalen Kamera seine Fotos auf den Computer und bedient sich des RAW-Entwicklers seiner Wahl. In meinem Fall wäre dies dann Lightroom.

Der Analogfotograf

Der Analogfotograf entwickelt also seinen Film mit einem von ihm gewählten Entwickler und einem von ihm gewählten Entwicklungsprozess. Da werden Filme gepushed und gepulled, viel zu viele Dinge, mit denen ich mich noch nicht näher beschäftigt habe. ;)

Der Digitalfotograf

Doch auch der Digitalfotograf ist noch in der Lage Einfluss auf sein Bild zu nehmen, auch wenn hier die Grenze zwischen Entwicklung und Bearbeitung mit Sicherheit etwas schwammiger verläuft. Doch auf die Bearbeitung von Fotos möchte ich zu einem späteren Zeitpunkt genauer eingehen.

Was folgt...

In meinem nächsten Teil möchte ich dann ein die Themen Brennweite und Lichtsetzung aufgreifen.

Wie steht ihr zu dieser Problematik? Fotografie um die Realität möglichst genau wiederzugeben? Fotografie als Kunstform?

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Ein Kommentar zu “Fotografie entspricht nicht der Realität – Teil 1/3”

  1. Fotografie entspricht nicht der Realität – Teil 3/3 » Nikonierer

    7. Januar 2012 um 21:37

    […] während der Entwicklung Einfluss auf das Endergebnis nehmen. Ich habe dies bereits kurz im ersten Teil […]