fokus – Das neue CMS am Web-Himmel?

Fokus CMS

Ich folge Torben Leuschner, einem der Entwickler von fokus schon eine ganze Weile bei Twitter und habe nebenbei immer mal wieder den Namen des entstehenden CMS' gehört. Interesse geweckt hat bei mir aber erst das Interview mit Torben auf dem Blog von Bohn.

Erster Eindruck

Im Moment existiert zum CMS ja nur eine kleine Prepage und ein Trailer. Die Prepage vermittelt aber bereits einen professionellen Eindruck und der Trailer ermöglicht einen ersten Einblick ein das Backend des CMS'. Die Bedienoberfläche macht einen außergewöhnlichen Eindruck und vermittelt eine Mischung aus Neugier und Verwirrung.

Innovative Bedienung

Innovativ wirkt die Oberfläche auf jeden Fall. Sie erinnert mich an das typische "Fenster-Prinzip", wie man es von den meisten grafischen Oberflächen verschiedenster Betriebssysteme gewohnt ist. Grade der erkennbare Multitasking-Ansatz begeistert mich sehr. Insgesamt wirkt das Ganze aufgeräumt und übersichtlich. Für alles andere ist denke ich eine längere Testphase nötig.

Codequalität

Eine Sache, die natürlich noch nicht bekannt ist, ist die Codequalität und Performance des Systems. Eine Sache auf die ich wahrscheinlich am meisten gespannt bin. Auch ist für mich nicht klar ob es sich nun um ein OpenSource-Produkt handelt oder nicht, aber dazu später mehr.

Flexibilität

Wie aus dem Interview auf Bohncore herauslesen kann, ist eine API für externe Entwickler erst für 2012 geplant. Meiner Meinung nach ist dies eine sehr ungünstige Entscheidung, denn genau der Nachteil gegenüber TYPO3, WordPress, Joomla und Co. ist die fehlende Möglichkeit der Erweiterung.

Eigentlich hätte genau das Gegenteil der Fall sein müssen! Eine frühe Implementierung einer API und die Einbindung von externen Entwicklern bereits in einer frühen Testphase. So wäre eine solide Basis zum Launch des Produktes möglich.

Im Gegensatz dazu haben sich die Entwickler dazu entschieden, eine Menge Funktionen in den eigentlichen Kern des Systems mit aufzunehmen. Auch dies halte ich für keine gute Wahl, denn es bläht das System unnötig auf.

Im Vergleich

Ich denke fokus ist im Bezug auf z.B. Joomla evtl. konkurrenzfähig, aber im Bezug auf WordPress und TYPO3 kann fokus denke ich nicht mithalten.

WordPress spricht einfach eine völlig andere Zielgruppe an und TYPO3 ist ein etabliertes Content Management System mit einer großen Entwicklergemeinde und einer Menge an Erweiterungen. Außerdem wird TYPO3 grade im Bezug auf größere Projekte auf jeden Fall die Nase vorn behalten.

Zu weiteren Systemen, wie z.B. Drupal, kann ich nicht viel sagen, da ich mich mit Diesen noch nicht auseinander gesetzt habe.

Das CMS fokus wird auf jeden Fall einen schweren Start haben und ich halte es für fragwürdig, ob es sich am Markt halten kann.

OpenSource- und proprietäre Software vs. kostenlos und kostenpflichtig

Torben spricht in dem Interview außerdem die Thematik von OpenSource im Vergleich zu proprietärer Software an.

An dieser Stelle möchte ich auch noch ein Missverständnis aus der Welt räumen: Open Source bedeutet für Agenturen nicht zwangsläufig mehr Gewinn! Braucht man für die Umsetzung einer Internetpräsenz mit Joomla beispielsweise 15 Arbeitsstunden und muss den Kunden weitere zehn Stunden einweisen, so ist es doch profitabler, ein properitäres System zu verwenden, mit dem das Web nach fünf Stunden steht und der Kunde nach drei Stunden eingewiesen ist – oder nicht?

Hierzu möchte ich eine Sache definitiv klarstellen:

OpenSource-Software ist nicht zwangsläufig kostenlos und proprietäre Software muss nicht zwangsläufig Geld kosten.

Wie auch immer Torben den Satz gemeint hat, er klingt verwirrend und für mich logisch falsch! Außerdem geht aus diesem Satz nicht eindeutig hervor ob es sich dabei nun um freie oder unfreie Software handeln wird. Fest steht nur eins: Es wird kostenpflichtig sein.

Fazit

Ich könnte noch viele weitere Bedenken, Kritik, aber auch Lob äußern, möchte diesen Artikel aber nicht großartig ausweiten. Ich denke für einen ersten Eindruck sollte das bereits geschriebene erstmal reichen.

Fest steht für mich bis jetzt nur, dass die Grundidee der Bedienung mich sehr interessiert und ich mich freuen würde, das System irgendwann einmal testen zu können.

Was Codequalität, Flexibilität und die Konkurrenzfähigkeit angeht, so bin ich da doch mehr als nur skeptisch. Ich würde mich natürlich für Torben Leuschner und seinen Partner Florian Petri freuen, wenn ich eines besseren belehrt werde und sie mit ihrem System Erfolg haben.

Nun interessiert mich eure Meinung zu dem Thema. Haltet ihr fokus für Konkurrenzfähig? Was haltet ihr von dem Bedienkonzept?

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29 Kommentare zu “fokus – Das neue CMS am Web-Himmel?”

  1. Florian Petri

    26. Mai 2011 um 22:11

    Hallo Marcel,

    vielen Dank für deinen Artikel. Wir freuen uns über jedes ehrliche Feedback. Besonders freuen wir uns, dass du dir das System wirklich kritisch angesehen hast und deine Gedanken dazu formulierst. Wir hoffen auf eine konstruktive Diskussion – bestimmt können wir dich im Laufe des Jahres noch umstimmen ;)

    Folgende Punkte würde ich gerne Hinterfragen und näher beleuchten:

    Flexibilität und API:
    Deine Ausführungen dazu suggerieren, dass du es gewöhnt bist, dass ein CMS immer erst durch Module erweitert werden muss, um komplexe Aufgaben zu lösen. Zumindest, sobald es über eine normale Website hinausgeht. Das ist auch nicht schlimm, denn das ist bei vielen Opensource-Systemen der Fall und da bist du nicht der Einzige. Wir haben jedoch bereits dutzende Websites mit der fokus-Beta zum Test umgesetzt und sind bei keiner an die Grenzen gestoßen: In keinem Fall wurde ein einziges Plugin notwendig. Die fokus-Plugins ab 2012 sind lediglich für extrem exotische Dinge notwendig – 95% aller Plattformen wird man mit dem Standardumfang von fokus umsetzen können. Was wären denn deine konkreten Beispiele, in denen du sonst Plugins einsetzt oder benötigst? :)

    Opensource oder Proprietär? Kostenfrei oder kostenpflichtig?
    Eine kurze Übersicht: Das CMS fokus wird definitiv ein proprietäres kostenpflichtiges System sein. Es wird 5 Lizenzen (Suites) geben. Die Preise werden am 01.08.2011 veröffentlicht. Die Software wird gekauft „as-is“. Keine Folgekosten, kein Knebelvertrag.

    Eines wäre mir jedoch noch wichtig: Ich verstehe ich doch noch nicht, wo der logische Bruch bei Torbens Aussage liegen soll? Du hattest das noch nicht weiter konkretisiert – könntest du das noch nachholen? :)

    Community:
    Wir verfolgen einen komplett anderen Gedanken – wir wollen natürlich eine Community die konstruktive Verbesserungsvorschläge beisteuert und unsere Partner dürfen sich später auch gerne an der Entwicklung beteiligen. Jedoch halten wir den Kern der Core-Entwickler absichtlich sehr klein. Wozu braucht man eine Community im Support-Fall? Agenturen erhalten einen exzellenten 1-to-1 Service wo Probleme live angegangen werden können. Und zwar von kompetenten Vollzeitentwicklern, die exzellent eingearbeitet sind. Keine Hobby-Programmierer oder Drittanbieter – sondern Support vom Hersteller. Was könnte besser, schneller und wirtschaftlicher sein? :)

    Typo3 ist mächtig:
    Dass Typo3 mächtig ist wissen wir. Aber warum sollte das bei fokus nicht auch der Fall sein? Dazu hast du (abgesehen von den vermeintlich notwendigen Plugins) nicht wirklich etwas geschrieben und das fände ich sehr interessant? Wo liegt hier die vermeintliche Stärke?

    Wie gesagt freue ich mich auf eine konstruktive Diskussion. Du hast ja auch positives geschrieben und ich bin wirklich sehr gespannt auf den Fortschritt unserer Unterhaltung :)

    Beste Grüße

    Florian

  2. Marcel

    26. Mai 2011 um 22:58

    Hallo Florian,

    erstmal danke für den ausführlichen Kommentar.

    Zum Thema API:

    Plugins die ich benötigen könnte, können je nach Anwendungsfall tausende unterschiedliche sein. Evtl. schreibe ich mir auch selbst ne kleine Erweiterung für einen bestimmten Fall. Wenn ihr 95% der Möglichkeiten die man benötigt mit dem Kernsystem abdecken wollt, möchte ich den Server auf dem das Ding laufen soll nicht finanzieren müssen. Ich brauche nämlich eine Anbindung an Mobile.de und auch eine Anbindung an die Affili.net Webservices müssen sein. Außerdem will ich Bilder aus meinem Flickr-Stream einbinden, News bei Twitter und Facebook verteilen und natürlich möchte ich auch die Möglichkeit haben für meinen Kurierdienst eine Kundenbereich inkl. Paketverfolgung anbieten zu können.

    Dieses jetzt nur mal fiktiv um dir einen Eindruck zu vermitteln was ich meine.

    Zu dem Thema kleiner Core und Plugins:

    Ein kleiner, schlanker Kern und das einbinden von Plugins ist einfach praktischer und in vielen Fällen auch performanter. Wenn ich kein Newssystem brauche, lasse ich es einfach weg. Brauche ich keine Umfangreiche Galerie, installiere ich auch keine, etc.

    Zu Torbens Aussage über OpenSource und unfreier Software:

    Es kommt einfach so rüber, als setzt er den Begriff OpenSource mit kostenlos gleich und dementsprechend den Begriff proprietär mit kostenpflichtig. Es vermittelt für mich eine Art von gefährlichem Halbwissen. Ich will damit jetzt niemandem was unterstellen, es kommt mir einfach so vor.

    Die Stärken von TYPO3:

    Die Stärken liegen meiner Meinung nach auf der Hand. Eine große Community mit teilweise jahrelanger Erfahrung mit dem System. Viele Extension-Entwickler die neue Funktionen zur Verfügung stellen (s.o.), Eine Menge spezialisierter Firmen, wodurch der Kunde nicht von einem Anbieter abhängig ist und vieles mehr.

    fokus hat meiner Meinung nach einfach den Nachteil, das es relativ spät in den Markt einsteigt und sich gegen eine Menge frei und kostenlos verfügbarer Systeme durchsetzen muss. Zudem muss jeder potentielle Kunde die Umstand eingehen, sich dauerhaft von euch abhängig zu machen, solange er Support für sein Projekt möchte. Außerdem unterschätzt ihr meiner Meinung nach massiv die Notwendigkeit der Erweiterung durch Funktionen und die Möglichkeit eigene Systeme schnell anbinden zu können.

    Das alles ist natürlich gut gemeinte Kritik und soll euch helfen den richtigen Weg für euer neues Produkt zu finden. Ich selbst bleibe weiterhin skeptisch, auch wenn ich in dem Aufbau des GUI eine Menge Potenzial sehe.

    Soweit fürs erste…

    Gruß Marcel

  3. Torben Leuschner

    27. Mai 2011 um 06:28

    Hallo Marcel,

    auch von dieser Stelle einen herzlichen Dank für die ehrliche und konstruktive Kritik.

    Zu der API:
    75% deiner angesprochenen Plugin-Beispiele lassen sich in fokus bereits ohne eine vollwertige Plugin-Schnittstelle realisieren.

    Außerdem glaube ich, du vergisst in deinen Überlegungen etwas oder besser jemanden: Den Kunden!
    Viele zusammengewürfelte Plugins sind unserer Meinung nach nämlich alles andere als benutzerfreundlich und performant. Fokus bringt von Haus aus einen möglichst großen Funktionsumfang mit und verknüpft die Bereiche geschickt miteinander, was mit externen Plugins gar nicht möglich wäre.
    Beim Thema Geschwindigkeit das gleiche: Was ist denn in WordPress die größte Speed-Bremse? Richtig – die Plugins!

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass man den Begriff Open Source nicht mit kostenfreier Software gleichsetzen kann, sehe aber nicht, wo dadurch meine Argumentation gestört wird?

    “fokus hat meiner Meinung nach einfach den Nachteil, das es relativ spät in den Markt einsteigt” => Das ist nie ein Nachteil sondern immer nur eine Frage des Marketings. Gehe dahin wo es Konkurrenz gibt, nur mach es besser.

    Viele Grüße,
    Torben Leuschner

  4. Florian Petri

    27. Mai 2011 um 06:28

    Guten Morgen Marcel,

    das ging ja schnell mit deinem Kommentar. Natürlich nehmen wir das alles nur als gutgemeinte und auch für uns wertvolle Kritik. Wie beschrieben freuen wir uns über Feedback.

    Ich sortiere das mal wieder ein bisschen nach Themen …

    „Plugins“:
    Soweit du geschrieben hast, sind das alles Anforderungen die darauf beruhen, einen externen Webservice ansprechen zu wollen. Das können wir 2011 in der Tat noch nicht bieten, da hierfür die besagten Plugins notwendig würden. Nach unserer Erfahrung sind das jedoch im Agenturalltag die verbleibenden 5%. Gespräche mit potentiellen Partnern und befreundeten Agenturen haben das deutlich gezeigt – bei dir scheint das einiges mehr zu sein. In diesem Fall solltest du noch ein Jahr bei Typo3 bleiben (kleiner Spaß ;) ). In der Praxis zielen wir ganz klar auf reguläre, kleine und große Corporate Websites sowie Benutzerplattformen ab, die mit UGC auskommen oder in denen die Webservices nicht mit dem CMS interagieren müssen (was häufig genug vorkommt). Damit können wir in der Tat nach unserer Erfahrung auch ohne Plugins die 95% abdecken. Wir werden aber wie beschrieben die Schnittstelle im Laufe des Jahres 2012 fertigstellen, um auch solche Sonderanforderungen abdecken zu können. Wobei wir hier auch ganz klar sagen, dass wir fokus nicht für jede exotische Anforderung ausbohren werden, damit das System schlank und performant bleibt.

    „Community“:
    Wie gesagt möchten wir auch eine Community zur Verbesserung des Systems und zur Plugin-Entwicklung ausbauen – eine Community zur Core-Entwicklung schließen wir aber unsererseits aus, da das einfach zu viele Nachteile hat. Z.b. machen sich Kunden in diesem Fall nicht nur von einem Hersteller abhängig, sondern auch noch von Drittanbietern. Zumal viele Plugins schlichtweg minderwertiger Qualität sind. Das Herumprobieren, welches Plugin denn nun das richtige ist und auch halbwegs funktionieren, kostet einfach zu viel Zeit. Das hören wir auch immer wieder aus allen Ecken. Welches Konzept besser ist, wird sich hier so oder so nicht ausdiskutieren lassen, da es sich schlicht um zwei verschiedene Herangehensweisen handelt. Wir werden den Kunden bzw. die Agentur das entscheiden lassen und schauen, wie wir uns schlagen werden. :)

    “Out-of-the-box-Umfang”:
    Mit fokus ist der out-of-the-box-“Lieferungfang” recht hoch. Manche Entwickler (wie auch du) argumentieren, dass das ein Nachteil sei, weil das System schwerfällig würde. Leider habe ich jedoch hierfür in den in der Tat zahlreichen Diskussionen noch kein einziges(!), nachvollziehbares und logisch stimmiges Argument gehört, was das belegen würde. Was sollte hier der Nachteil sein?
    Performence? Das System ist aufgrund des AJAX-Backends und schlanker Programmierung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wesentlich schneller als jedes Typo3- oder Joomla!-System.
    Unübersichtlichkeit? Nach dem ersten, umfangreichen Feedback ist das System nahezu ungeschlagen in der Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit.

    Wir legen wie bereits beschrieben Wert auf Entwicklerfreundlichkeit und vor allem Entwicklungsgeschwindigkeit. Fokus ist in drei Minuten installiert und in weiteren 30 kann das Kunden-Web schon laufen (je nach Komplexität natürlich). Gerade das „bei Bedarf installiere ich hier und da noch ein Plugin“ braucht viel Zeit, die der Webentwickler mit Sicherheit besser investieren kann (und wird) ;)

    „Gegen kostenlos Verfügbare Systeme durchsetzen“:
    Hier wird ein Umdenken stattfinden, denn auch opensource ist nicht kostenfrei: Es kommt immer auf das gesamte Projekt an und auf das, das unterm Strich herauskommt: Wenn ein Projekt mit z.B. Joomla (kostenfrei) und dazu noch 20 Personentagen an Customizingaufwand daherkommt, kann ein proprietäres System wie fokus (Preis X) mit nur 11 Personentagen durchaus wesentlich wirtschaftlicher sein. Auch langfristig. Und das stellt sich in der Praxis immer wieder heraus. Von daher halten wir es für sehr wahrscheinlich, dass fokus sich bei der gesamtheitlichen Betrachtung durchaus durchsetzen kann.

    Gerade weil du in einigen Bereichen ja auch potential siehst freue ich mich auf weitere Kommentare von dir (und natürlich auch von anderen).

    Beste Grüße

    Florian

  5. Florian

    27. Mai 2011 um 08:51

    Das Bedienkonzept finde ich ehrlich gesagt ziemlich gut. Sehr innovativ, aber trotzdem aufgeräumt. Ohne API wird das leider für uns nichts. Die Anforderungen unserer Kunden sind zu komplex als das sich das mit der Basisfunktionalität abdecken lässt, auch wenn die relativ weit gefasst ist.

  6. Florian

    27. Mai 2011 um 09:09

    Oh der Entwickler meldet sich zu Wort. Dafür ein großes Lob von mir, finde ich gut wenn Ihr euch um euer Produkt kümmert.

    Trotzdem werdet ihr in der Praxis beweises müssen das ihr halten könnt was ihr versprecht. Ich kenne nur ein System das versucht alles abzudecken und das ist SAP. Etwas komplizierteres und schwerfälligeres habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.

    Den Eindruck macht Fokus nicht, somit glaube ich das es relativ schnell an seine Grenzen kommen wird. Die Anforderungen der Kunden sind in der letzten Zeit einfach extrem kompliziert geworden, ein paar Beispiele aus meiner Praxis:

    – Ein extrem kompliziertes Nachrichtensystem mit einer Frontend Verwaltung.
    – Eine eLearning Plattform kombiniert mit einer Wissensdatenbank.
    -Super komplizierte Formulare mit Weichen, automatisch generierten PDFs und Verknüpfung mit einer externen Datenbank.

    Das sind nur ein paar, die Liste könnte ich ewig weiterführen. Ich gebe gerne zu, das T3 Backend ist nicht das schönste, da habt ihr die Nase vorne. Aber was in meinem Alltag zählt ist Flexibilität und das ihr das bieten könnten werdet ihr erst beweisen müssen.

    Und bei aller Liebe, propietäre Systeme haben einen gewaltigen Nachteil: Ich bin an einen Anbieter gebunden. Hinter T3 steht mittlerweile ein ziemlich starker Verein mit einer riesen Community der sich um die Entwicklung kümmert. Das das von heute auf morgen verschwindet ist unwahrscheinlich. Entwickler gibt es wie Sand am mehr, wenn unsere Kunden keinen Bock mehr auf uns haben gehen sie einfach zu jemand anderen.

    Zukunftssicherheit ist bei unseren Kunden ein großes Thema. Viele kommen zu uns weil sie auf ein System gesetzt haben das nicht mehr weiter entwickelt wird. Das klingt hart, aber um dafür in Frage zu kommen müsstet ihr erst mit beiden Beiden im Markt stehen.

  7. Torben Leuschner

    27. Mai 2011 um 10:36

    @Florian:
    Trotzdem sehe ich praktisch kein Problem. Die drei von dir angesprochenen Beispiele sind wirklich komplex und wir müssen zugeben, diese zum Produktstart nicht ideal abdecken zu können – da sind wir ganz ehrlich!

    Aber wir möchten unser CMS ja auch keinem Kunden und keiner Agentur aufdrängen. Als fokus-Partner ist man natürlich an keinen Knebelvertrag gebunden, sondern kann von Fall zu Fall entscheiden, ob man seinem Kunden typo3, wordpress oder eben fokus anbieten möchte. Alles kann, nichts muss ;-)

    Und 2012 folgt dann ja auch recht zeitnah die Schnittstelle.

    Beste Grüße,
    Torben

  8. Marcel

    27. Mai 2011 um 11:02

    @Florian Petri:

    Wen wollt ihr den erreichen? Den 0815-Mauerer mit seiner 3-Seiten Firmenpräsenz? Die Einbindung von Webservices wird doch immer relevanter und ist keines Falls nur für spezielle und komplexe Projekte relevant.

    Um passende Plugins zu finden und diese korrekt einzusetzen, gibt es uns und unsere Kunden profetieren von unserer Erfahrung mit einem System und den vorhandenen Erweiterungen. Richtig ist natürlich, dass ich, wenn ich keine Erweiterungen habe auch keine suchen muss. Ich muss damit leben, was mir gegeben wird.

    Das ein System, was einen großen Funktionsumfang schon mit dem Core mitbringt Nachteile hat ist doch logisch. Höherer Wartungsaufwand durch die Entwickler, größere Fehleranfälligkeit, höhere Chance auf Performanceprobleme zu stoßen usw.

    Das System ist aufgrund des AJAX-Backends und schlanker Programmierung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wesentlich schneller als jedes Typo3- oder Joomla!-System.

    Das ist ein Scherz oder? Erstens: Auch WordPress und TYPO3 setzen auf AJAX im Backend! Joomla hab ich keine Ahnung von. Zweitens: AJAX ist nicht die Performance-Revolution und bei weitem nicht die innovative Technologie,d ie alles besser macht! Drittens: Ist das Backend ziemlich irrelevant, wenn die Performance im Frontend nicht stimmt.

    Du gibst 30 Minuten für ein laufendes System an. Das schaffe ich mit WordPress und TYPO3 auch, von der Frontend-Entwicklung mal abgesehen, da die eh bei allen Systemen gemacht werden muss.

    Natürlich ist der Einsatz OpenSource-Software für den Endkunden meistens nicht kostenfrei. Aber ob der Einsatz proprietärer Software zwangsläufiger günstiger ist, möchte ich bezweifeln. Außerdem behaupte ich einfach mal das der Aufbau einer Webpräsenz mit fokus nciht zwangsläufig schneller geht als mit TYPO3 oder WordPress.

    @Torben Leuschner:

    Außerdem glaube ich, du vergisst in deinen Überlegungen etwas oder besser jemanden: Den Kunden!

    Nein, ich denke genau an diesen, den Endkunden! Um den sinnvollen und performanten Einsatz von Erweiterungen kümmert sich die Agentur, dafür ist sie schließlich da und hier zählt, wie oben schon erwähnt, die Erfahrung!

    Beim Thema Geschwindigkeit das gleiche: Was ist denn in WordPress die größte Speed-Bremse? Richtig – die Plugins!

    Diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch!

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass man den Begriff Open Source nicht mit kostenfreier Software gleichsetzen kann, sehe aber nicht, wo dadurch meine Argumentation gestört wird?

    Weil du deine Aussage genauso formuliert hast, als wäre OpenSource-Software grundsätzlich kostenfrei und proprietäre Software grundsätzlich kostenpflichtig!

    Verstehen anderen Leute die Formulierung anders?

    @Florian:

    Ich kann dir einfach nur zustimmen, ein schlankes System mit einer guten API ist das A und O. Einzig die Oberfläche des Backends ist eine Sache die mich bei dem CMS fokus wirklich reizt!

  9. Marcel

    27. Mai 2011 um 11:09

    Ein kleiner Nachtrag:

    TYPO3 wird in Versalien geschrieben und WordPress mit einem großen P, danke!

    Homepages mit Typo3 und WordPress

  10. Torben Leuschner

    27. Mai 2011 um 11:25

    “Das ein System, was einen großen Funktionsumfang schon mit dem Core mitbringt Nachteile hat ist doch logisch. Höherer Wartungsaufwand durch die Entwickler, größere Fehleranfälligkeit, höhere Chance auf Performanceprobleme zu stoßen usw.”
    Alleine diese Aussage ist doch rein logisch nicht tragbar! Gerade externe Erweiterungen sind es, die
    a.) Performance-Probleme mit sich bringen
    b.) die Usability im Backend für den Endkunden erheblich verschlechtern
    c.) die Sicherheit gefährden
    d.) den Update-Zyklus verlangsamen

    Dass erlebe ich Tag für Tag in meiner Arbeit vor allem mit WordPress-Systemen!

  11. Marcel

    27. Mai 2011 um 11:46

    Neuer Versuch:

    zu a) Gut überlegen welche Erweiterungen man einsetzt (Stichwort: Erfahrung)
    zu b) siehe a
    zu c) siehe a
    zu d) das kann durchaus ein Problem sein, das stimmt, ändert aber nichts an der Tatsache das ein größerer Core schwerer zu warten ist als ein kleiner!

  12. Florian

    27. Mai 2011 um 11:50

    Hallo Marcel, Hallo Florian,

    erreichen wollen wir auch den 0815-Maurer, aber Hauptsächlich Websites für den Mittelstand. Vorerst.

    Natürlich ist die Einbindung von Webservices nicht unwichtig. Aber im Praxisgeschäft von allen Agenturen, mit denen wir Kontakt haben, ist ein Webservice (der auch mit dem Backend direkt kommunizieren muss) eher die Ausnahme. Wenn das bei euch aufgrund des Kundenkreises anders ist, ist momentan TYPO3 (besser so? ;-) ) die richtige Wahl. Die API kommt ja später erst.

    Bezüglich meiner AJAX-Aussage: Nein das ist kein Scherz. Natürlich ist AJAX nicht Pauschal die Lösung für alles. Deswegen bringt es auch TYPO3 nicht sehr viel, dass es AJAX einsetzt ;)

    Die Kombination aus dem Workflow in fokus und der AJAX-Oberfläche ist das Entscheidende bei der Geschwindigkeit – AJAX an sich ist nur das Mittel, um dorthin zu kommen.

    Habt ihr wirklich an den Kunden gedacht? Florian hat es selbst gesagt: „Aber was in meinem Alltag zählt ist Flexibilität […]“. TYPO3 ist mit Sicherheit sehr flexibel, man kann fast alles damit machen. Aber wer zahlt den Preis? Der Kunde. Und zwar doppelt: Erstens ist das Problem bei z.B. TYPO3 ja letztendlich das Backend. Alle Kunden, die wir in der letzten Zeit hatten, sind von TYPO3 weg, weil das Backend von der Benutzerfreundlichkeit einfach nur vollkommen unterirdisch ist. Technisch hat es dafür einige Vorteile. Zweitens ist die Webentwicklung ist mit TYPO3 jedoch trotzdem und eindeutig aufwendiger, als z.B. mit WordPress. Das ist ja ein Fakt. Wenn ich mir nur ansehe, wie viele Zeilen Code für ein Template benötigt… Wenn man demnach auch für normale (gerne auch umfangreiche) Corporate-Website dann TYPO3 einsetzt, steigen für den Kunden zwangsläufig die Kosten. Oder bindet sich die Agentur die Kosten ans Bein? ;)

    Funktionsumfang und Fehleranfälligkeit:
    Marcel schrieb: „Das ein System, was einen großen Funktionsumfang schon mit dem Core mitbringt Nachteile hat ist doch logisch. Höherer Wartungsaufwand durch die Entwickler, größere Fehleranfälligkeit, höhere Chance auf Performanceprobleme zu stoßen usw.“
    Das kann ich in keinster Form so unterstützen und muss vehement widersprechen. Ein in sich geschlossenes System, egal welcher Größe, ist nahezu immer solider, performanter und sicherer als ein System welches aus verschiedenen Plugins verschiedener Hersteller/Autoren besteht, die Daten austauschen und alle unterschiedlich Programmiert sind. Hinzu kommt, dass bei interagierenden Plugins nur ein Plugin fehlerhaft sein muss, und schon bekommt man technische Schwierigkeiten. Dann kommt ein Update für Plugin A, und Plugin B muss ebenfalls upgedatet werden. Das kennen wir aus Erfahrung und exakt das ist ein extremes Manko.

    Wir möchten hier schlichtweg einen anderen Ansatz nutzen: Wir bieten vieles, aber nicht alles: fokus wird nicht den Funktionsumfang von TYPO3 inkl. aller Verfügbaren Plugins bieten. Muss es auch nicht. Dafür gibt es regelmäßig und erfreulich selten (!) offizielle Releases, die getestet sind und die verlässlich sind. Das ist den meisten Kunden aus unserer Erfahrung wichtiger. Wenn man ein neueres Release nutzen möchte hat man nur eine Software die man Updatet, und alles läuft. Garantiert. Denn der Hersteller bürgt dafür – das hat der Kunde bei TYPO3 nicht ;-)

    So, jetzt habe ich mich wieder einmal umfangreich ausgelassen, ich hoffe, ihr möchtet noch mitdiskutieren. Mich würde es freuen :)

    Beste Grüße

    Florian

    PS: Ich ziehe jetzt in diesem Beitrag ein bisschen zu einseitig über TYPO3 her. Das ist aber nur exemplarisch und gilt für viele opensource-CMS. Generell sind wir im Übrigen keineswegs ein Feind von opensource-Software. Wir versuchen lediglich einige Dinge, die gängige CMS nicht so gut Lösen zu verbessern. Und dafür haben wir schlicht ein anderes Lizenzmodell gewählt, weil es für alle Beteiligten unserer Meinung nach sinnvoller ist. :)

  13. Torben Leuschner

    27. Mai 2011 um 11:54

    Neuer Versuch:

    Ich behaupte, folgendes geht mittels fokus für den Endanwender schneller, einfacher und sicherer als mit irgendwelchen WordPress-Plugins oder -Funktionen:

    – Formulare anlegen
    – Benutzer Registrierungen & -Management
    – Multimediale Inhalte verwalten
    – Galerien, Bilder und Video einbinden
    – Bereiche zeitgesteuert online stellen
    – Bereiche für Benutzergruppen im Frontend sperren
    – Seitenstrukturen verwalten
    – Semantisch korrekte HTML-Dokumente erstellen
    – Suchmaschinenoptimierung zu steuern
    – UGC-Content erstellen / verwalten

    Dies ist nur ein Auszug, den ich als reine Aussage im Raum stehen lassen und es an dieser Stelle dabei auch belassen möchte. Ich denke wir haben unsere Philosophie hinreichend kenntlich gemacht und vollkommen verschiedene Auffassungen beziehungsweise Kunden…

  14. Marcel

    27. Mai 2011 um 12:25

    Belassen wir es dabei, dass wir verschiedene Auffassungen haben und das euer CMS ein völlig anderes Prinzip verfolgt.

    Ich wünsche euch trotzdem viel Erfolg und bin gespannt wer Recht behält!

  15. Florian Petri

    27. Mai 2011 um 12:32

    Hallo Marcel,

    wir können ja einfach mal schauen, was die Zeit so zeigen wird. Generell ist das ja keine Frage von “wer Recht behält”, sondern eher eine Frage der Denkweise :)

    Beste Grüße

    Florian

  16. Marcel

    27. Mai 2011 um 12:40

    Ok, war vielleicht etwas unglücklich formuliert. Es ging mir dabei eher darum wie erfolgreich das CMS nun wird und ob es seinen Platz zwischen den anderen “Großen” finden wird oder nicht.

  17. Michael

    27. Mai 2011 um 20:30

    Wie soll das denn genau mit den Lizenzen laufen? Bekommen ich dann nicht mal die Möglichkeit mir mal die Codequalität genauer anzusehen, bevor ich eine Lizenz kaufe?

  18. Marcel

    27. Mai 2011 um 23:46

    @Michael Die Sache der Codequalität ist eine Sache, die ich bis jetzt nicht wirklich bewusst angesprochen habe. Ein Punkt, welchen ich bewusst zurück gehalten habe, auch wenn genau dieser mir wahrscheinlich eben soviel “Sorgen” bereitet wie dir.

  19. Florian

    1. Juni 2011 um 16:30

    Vor dem Kauf wird der Endkunde den Quelltext auch nicht sehen. Das ist notwendig, um den Quelltext zu schützen. Letztendlich ist das für den Kunden aber auch irrelevant – der Quelltext darf durch den Kunden ohnehin nicht verändert werden. Der Kunde kann allerdings (ab 2012) Plugins schreiben – und die entsprechende API kann der Kunde bei Bedarf vorher einsehen, sodass alle für ihn relevanten Informationen vorliegen.

    Bezüglich der Qualität der Software ist für den Kunden also lediglich die Softwareoberfläche und der Einsatz in der Praxis relevant – beides kann er Ausgiebig testen. Wenn du eine andere Software oder ein Betriebssystem kaufst, kannst du den Quelltext auch nicht einsehen. Trotzdem sind diese Produkte millionenfach im Einsatz.

    Unsere Partneragenturen und Partner-Freelancer(von denen wir möglichst schnell ein großes Netzwerk aufbauen werden) können natürlich jederzeit in den Quelltext schauen. Allerdings dürfen auch diese nicht den Quelltext verändern. Das hat zum einen rechtliche Gründe und ist zum anderen auch nicht im Sinne des Kunden – denn Fehler sollten immer an uns Berichtet werden, damit wir diese Fehler sauber und global beheben können. Ehrlich gesagt werden Bugs aber sehr selten sein, da unsere Qualitätskontrolle sehr intensiv und lange ist und umfangreiche Praxis-Testphasen beinhaltet. Wir veröffentlichen ein Release erst, wenn es unserer Meinung nach vollkommen Fehlerfrei ist – wir testen nicht am Kunden :)

  20. Marcel

    1. Juni 2011 um 19:05

    Warum kann der Kunde den Quelltext dann nach dem Kauf einsehen, wenn er ihn eh nicht verändern darf? OpenSource oder proprietär? Was denn nun?

    Ob das “globale beheben der Bugs” nun besser oder schlechter ist, sei mal dahingestellt und wie gut Qualitätskontrolle, Fehlerfreiheit und Codequalität sind wird sich zeigen, auch wenn ich mir das System nicht kaufen werde, nur um zu gucken ob es meinen Ansprüchen genügt. Von daher…

  21. Michael

    1. Juni 2011 um 22:11

    @Florian
    Du hast natürlich recht, wenn du sagst, dass man den Quellcode von Software nicht immer einsehen kann, um sich ein Bild zu machen. Aber als Verantwortlicher im Bereich Sicherheit, möchte ich vorher gerne prüfen, ob ich den Code guten Gewissens einsetzen kann, denn wenn es kracht, trage ich die Verantwortung.

    Ich möchte ja wirklich gerne glauben, dass ihr kein System auf den Markt werft, von dem ihr denkt, dass es in irgendeiner Art und Weise buggy ist. Und ich traue euch durchaus zu, qualitativ guten Code zu produzieren. Aber Qualitätskontrollen und Testphasen gibt es in jedem großen Projekt. Und jedes dieser Projekte hat trotzdem Fehler.

  22. Florian Petri

    2. Juni 2011 um 16:19

    @Marcel: Die Frage verstehe ich ehrlich gesagt nicht? Da man PHP- und Javascript naturgemäß nicht (wirklich) kompilieren kann, KANN der Kunde den Quelltext natürlich nach dem Kauf einsehen (und rein theoretisch auf verändern). “Opensource” und “proprietär” definiert eigentlich nur, ob man den Quelltext verändern, weitergeben und weiterveräußern DARF. ;)

    Du musst dabei bedenken, dass du als Entwickler entweder ein Partner von uns wärst, der das System seinen Kunden verkauft (und natürlich auch für den Eigenbedarf nutzen darf). Damit könntest du die Code-Qualität natürlich prüfen. Dass Endkunden in Industrie, Handel und Wirtschaft die Code-Qualität prüfen möchten, ist mir in 7 Jahren Berufserfahrung, über 200 betreuten Kunden und mit Sicherheit mehr als 500 Kundengesprächen nicht einmal vorgekommen. Da zählt nur das Ergebnis. Reine Entwickler würden das tun – aber Entwickler als Endkunden gehören definitiv nicht zu unserer Zielgruppe ;)

    @Michael: Das ist nachvollziehbar – aber mit Sicherheit eine Ausnahme. Man prüft in der Regel NACH der Entscheidung für ein CMS die Sicherheit im Code. Ein CMS wird in der Regel nach anderen Kriterien ausgesucht. Und das prüfen nach dem Kauf ist ja Problemlos möglich. Da da können wir, sofern Fehler oder Lücken auftreten sollten, natürlich nachbessern und werden das auch tun. Wir freuen uns ja über Konstruktives Feedback – es gibt kaum etwas Schlimmeres wie Hersteller, die Feedback-resistent sind.

  23. Marcel

    2. Juni 2011 um 16:34

    @Florian

    “Proprietäre Software ist jegliche Software, die keine freie und quelloffene Software ist.”
    Quelle: Wikipedia

    In wieweit dies nun eine korrekte Definition ist, lasse ich mal dahingestellt, wollte es aber dennoch erwähnt haben.

    Und die Aussage das man PHP nicht wirklich kompilieren kann stimmt soweit natürlich auch. Es ist immerhin eine Interptretersprache. Das man allerdings PHP zwangsläufig im Klartext an den Kunden übergeben muss ist wiederum falsch. Ich schmeiße jetzt einfach mal das Schlagwort “IonCubeLoader” in den Raum.

    Die evtl. unterschiedlichen Zielgruppen wurden ja bereits erwähnt und ja, ich kenne Kunden, die die Code-Qualität prüfen bzw. durch andere Dienstleister prüfen lassen.

  24. Florian Petri

    2. Juni 2011 um 16:53

    Die Möglichkeiten sind uns bekannt – aber machen keinen Sinn.

    Kunden, die es möchten, können die Quelltext gerne (wie du beschrieben hast) durch Dienstleister prüfen lassen. Dieser Dienstleister muss jedoch ein authorisierter fokus-Partner sein.

    Potentielle Kunden, die den Quelltext vor dem Kauf selbt prüfen möchten, können leider keine Kunden werden. Aber das ist vollkommen in Ordnung – denn allen kann man es nicht recht machen. Wollen wir auch nicht. Man sollte sein Kunden kennen – und das tun wir :)

  25. Seowebdesigns

    24. August 2011 um 06:59

    Hier zeigt sich mal wieder, dass die wirklich interessanten Beiträge im Blog meistens im Kommentarbereich zu finden sind. (Bitte nicht als Kritik am Artikel verstehen)

    Sehr schön geführte und interessante Diskussion. Ich wünsche dem Team vom fokus CMS viel Erfolg und denke das ihr zumindest was die Kundenkommunikation angeht alles richtig macht. So offen und ausführlich auf Kritik zu reagieren ist genau der richtige Weg.

    Ich denke hier wurde viel richtiges gesagt. Da ich das ganze natürlich auch eher aus Entwicklersicht betrachte (auch wenn meine Kunden meistens weniger anspruchsvolle Lösungen benötigen als deine @Marcel) kann ich der Argumentation von Marcel weitgehend zustimmen. Dennoch denke ich das eure Ausrichtung auf Endkunden eine ganz andere Sichtweise auf das CMS verlangt. Es sieht für mich zumindest danach aus als hättet ihr euch sinnvolle Gedanken darüber gemacht was für Endkunden bei aktuellen CMS nicht stimmt und was man in ihrem Sinne besser machen kann.

  26. TYPO3camp München 2011 – WarmUp und Tag 1 » Nikonierer

    10. September 2011 um 22:38

    […] Sven Wolfermann ist Beta-Tester beim fokusCMS und hat sich mit einigen Interessierten das System angeschaut und zum ersten Mal installiert. Wie ich bereits bei Twitter schrieb, macht die Nutzung von AJAX ein CMS nicht automatisch intuitiv. Ich denke nicht das fokusCMS TYPO3 das Wasser reichen kann, aber über dieses CMS habe ich mich ja bereits ausgelassen. […]

  27. Florian

    5. Oktober 2011 um 15:37

    Danke, @ Seowebdesigns.

    Wir geben und viel Mühe eine transparente Informationspolitik zu betreiben und ein offenes Ohr für konstruktive Kritik zu haben.

    :-)

  28. Florian

    29. November 2011 um 09:45

    Hallo zusammen,

    ein kleines Update an dieser Stelle, da sich einige Fakten/Tatsachen relativiert bzw. vollkommen verändert haben und richtiggestellt werden sollten:

    1. Jeder Kunde kann seit einiger Zeit die Quellcode-Qualität selbst prüfen, da es einsehbare Test-Lizenzen über 120 Tage gibt.

    2. Es gibt eine offiziellee Lizenz für Privatpersonen für 25,- EUR (fokus Suite 2011 – YOU).

    für weitere Fragen stehe ich nach wie vor gerne zur Verfügung – auch wenn der Artikel schon etwas älter ist :-)

  29. Stefan

    30. April 2012 um 13:19

    Morgen startet die kostenlose Version des fokus CMS, die fokus Suite 2012 OPEN.
    Diese Suite zielt hauptsächlich auf Blogger und sehr kleine Websites ab.

    Passend zum Start der kostenlosen Variante gibt es auch schon das ein oder andere kostenlose Template für das CMS: http://www.fokusTemplates.de