Drei Don’ts für Hyperlinks

Mauscursor

Heute soll es um drei Dinge gehen, die Links nicht sein sollten.

Es geht dabei um die technische Umsetzung und das Aussehen von Links.

Das Aussehen von Links

Links sollten natürlich anders formatiert sein als der restliche Text und auch bereits besuchte Links sollten optisch von nicht besuchten zu unterscheiden sein.

Eine absolutes No Go ist allerdings Text, welcher nur aussieht wie ein Link. Texte sollten somit auf keinen Fall unterstrichen werden, da dies die übliche Formatierung für Links darstellt.

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<u>Dies ist ein böser Text, welcher kein Link ist</u>

Das Ziel des Links

Das Link-Ziel sollte auch ohne JavaScript erreichbar sein.

Bei der hier eingesetzten Fancybox zum Beispiel wird auf das Bild verlinkt. Das JavaScript greift durch einen Eventlistener auf das Element zu und manipuliert die ausgeführte Aktion. Ohne aktiviertes JavaScript wird das Bild schlicht und einfach im selben Fenster geöffnet.

Links die ein JavaScript aufrufen sind dagegen definitiv ein Don't.

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<a href="javascript:doSomething(param1)">Böser Link</a>
<a href="#" onClick="doSomething(param1)">Noch ein böser Link</a>

Die Sache mit dem Fenster

Auch wenn die Diskussionen hier weit auseinander gehen, so sollten sich Links, egal ob intern oder extern, meiner Meinung nach im selben Fenster bzw. Tab öffnen.

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<a href="http://example.com" target="_blank">Böser Link</a>

Das Target-Attribut gehört zu einem Relikt aus der Vergangenheit um Frames ansprechen zu können. Dieses wird heutzutage nicht mehr wirklich benötigt. Vom Öffnen von neuen Fenstern/Tabs mit Hilfe von JavaScript mal ganz zu schweigen.

Ich habe in diesem Bezug z.B. das Plugin Death To _Blank für den Google Chrome im Einsatz, was ich bereits schon mal auf diesem Blog erwähnte.

Habt ihr noch weitere Don'ts in Sachen Linksetzung? Seid ihr vielleicht anderer Meinung? Nutzt die Kommentarfunktion und lasst es mich wissen.

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10 Kommentare zu “Drei Don’ts für Hyperlinks”

  1. Dominik

    14. Mai 2011 um 18:46

    Lustisch :) Vor allem “die Sache mit dem Fenster” kann ich so gar nicht nachvollziehen.

    Ich bin schon nah dran reflexartig JEDEN Link mit 2 Klicks zu öffnen. Einem Rechtsklick, um dann “in neuem Tab öffnen” auszuwählen.

    Ich finde nichts schlimmer, als wenn die Seite auf der ich gerade war auf einmal weg ist.
    Oft hat man ja auf einer Website Linksammlungen. Wenn mir 10 Sites vorgeschlagen werden und diese verlinkt sind und ich jedes mal, wenn ich mich auf der ersten umgesehen habe, wieder die Seite mit der Linksammlung selbst suchen müsste, um mich dem nächsten Link zu widmen, würde ich platzen.

    Deshalb; hoffentlich nimmt sich nicht jeder ALLE deine Tips zu Herzen ;)

    Schöne Grüße

  2. Marcel

    14. Mai 2011 um 20:30

    Hallo Dominik,

    wie du ja bereits geschrieben hast, öffnest du Links häufig mit einem Rechtsklick und dann einem Klick auf “in neuem Tab öffnen” und genau darum geht es ja. Du entscheidest wo der Link aufgeht. Wenn ich einen Link im neuen Tab öffnen möchte, so sorge ich einfach selbst dafür, dass der Link sich auch so verhält.

    Noch ein Vorteil von dieser Methode ist, dass die neuen Tabs im Hintergrund aufgehen und der Lesefluss somit nicht gestört wird.

    Als kleinen Tipp: Ein Klick auf das Scrollrad bzw. ein Klick mit gedrückter Steuerungstaste sorgt auch für einen neues Tab. ;-)

    Gruß Marcel

  3. Niklas Jordan

    14. Mai 2011 um 21:58

    Moin Marcel,
    es ist selten der fall das ich anderer meinung bin als du ;) Aber diesmal muss ich Dominik recht geben. Ich finde es ist einfach ein ungeschriebenes Gesetz dass sich externe Links in einem neuen fenster/tab öffnen.
    wie oft lese ich einen blogartikel und klicke während des lesens auf die links in dem Artikel. das heisst nicht dass ich Sie sofort lese, sondern ich erst den Artikel zu ende lese und mir dann die verlinkten websites anschaue.

    Mich würde mal interessieren wie andere dies handhaben, desshalb bin ich froh, dass du diese thematik mal in deinem blogartikel angesprochen hast, und freue mich auf reaktionen.

    Kreative grüße,
    niklas

    ps: sorry für die kleinschreibung, aber meine umschalt-taste spinnt im moment ;)

  4. Dominik

    15. Mai 2011 um 18:35

    OK, das mit der Ctrl-Taste ist ein praktischer Tip und ein guter Kompromiss. Das wusste ich tatsächlich nicht. Danke.

    Trotzdem bin ich für Niklas’ ungeschriebenes Gesetz der “_blank-Methode”. Das werde ich wohl nie ablegen.
    Da fühle ich mich wohler :)

    Gruß
    Dominik

  5. Marcel

    15. Mai 2011 um 21:14

    Wie gesagt, die Diskussionen sind lang. Tatsache ist, dass “_blank” kein gültiger Wert für das target-Attribut ist und alle anderen fehlerhaften Werte auch nicht. Alle bewirken das Öffnen eines neuen Tabs/Fensters.

    Wie auch immer, ich werde weiterhin via Plugin nachhelfen müssen um dieses Attribut zu unterdrücken. Solange es diese Plugins gibt, habe ich kein Problem damit, aber es wird das Surfverhalten der Nutzer auch nicht ändern.

  6. Nadine

    16. Mai 2011 um 08:55

    Das ist wie mit den üblichen Twitter-Regeln “Du darfst – Du darfst nicht”.
    Ich rege mich nicht drüber auf, wenn es jemand so macht wie er will, gleiches erwarte ich von meinen Mitmenschen.
    Meine Links gehen weitestgehend im neuen Tab auf. Schon immer, und solange es “Computer-Frischlinge” gibt wird das wohl auch so bleiben.

  7. Marcel

    16. Mai 2011 um 10:32

    Ja, genau da ist das Problem. Den “Frischlingen” wird vermittelt: Du brauchst nicht denken, du hast eh keine Wahl denn der Seitenbetreiber entscheidet was passiert. Genau dies sollte doch aber nicht der Fall sein.

    Viele Leute halten sich an Richtlinien und Tipps von Google um ihr Ranking in den Suchmaschinen zu verbessern. Warum macht ihr es nicht so wie Google und öffnet alle Links im selben Tab? Bzw. besser gesagt lasst den Besucher entscheiden was er möchte!

    Leider wird dies wahrscheinlich eine Diskussion ohne Ende werden, wie sie schon an anderen Stellen, vor einigen Jahren, oft und ausgiebig diskutiert wurde. Ohne Erfolg.

  8. Sebastian

    26. Juli 2011 um 16:11

    Das Target-Attribut mag alt sein. Das Target-Attribut mag damals Frames angesprochen haben. Das bedeutet aber nicht, dass es heute ein “No-Go” ist.

    Bei einigen Links ist es überflüssig, bei anderen Links empfinde ich es als großen Pluspunkt was die Usability betrifft.

    Beispiel:

    Du schreibst einen Blogeintrag B und verweist innerhalb deines ersten Absatzes intern auf Blogeintrag A, den du vor drei Wochen online gestellt hattest. Hier empfinde ich das Target-Attribut auch als überflüssig. Der Leser klickt auf den Link, liest Blogeintrag A und kommt schnell über den “Zurück Button” seines Browsers wieder zu Blogeintrag B zurück.

    Du schreibst einen Blogeintrag B und verweist im ersten Absatz auf eine externe Seite, die beispielsweise eine Fotogalerie (wie sie bei SPON programmiert ist) beinhaltet. Jetzt klicke ich mich 20 Fotos durch diese Galerie und möchte zu deinem Blogeintrag zurück, den ich ja noch nicht fertig gelesen hatte.

    Resultat: Ich muss alle 20 Fotos zurück klicken bis beim 21sten Klick wieder der Blogeintrag erscheint. Spätestens beim dritten Klick habe ich keinen Nerv mehr und über den Verlauf zurückzugehen ist mir auch viel zu kompliziert. Ich bin Internet User. Ich bin faul und habe keine Zeit.

    Außerdem beziehst du dich in deinem Blogeintrag B vielleicht auf Foto Nummer 18, weil du das besonders toll findest. Was mach ich, wenn sich das alles im selben Tab abspielt?

    Du hast, mit dem was du eben bei Twitter geschrieben hast, völlig Recht. Über Geschmack zu diskutieren bringt gar nichts. Ich bin allerdings der Meinung, dass es in bestimmten Fällen wirklich nicht um Geschmack sondern um Usability geht. Wenn ich über Links auf andere Seiten geleitet werde, die mich nicht mehr schnell zurück zum Ursprungsbeitrag lassen, dann schließe ich den Tab und das Thema ist durch.

  9. Marcel

    26. Juli 2011 um 16:41

    Ich sehe es nicht als Usability-Vorteil, denn ich habe nicht ohne Weiteres die Möglichkeit den Link im gleichen Tab zu öffnen. Ohne Target-Attribut habe ich aber sehr wohl die Möglichkeit den Link in einem neuen Tab zu öffnen (wahlweise im Vor- oder Hintergrund).

    Was fehlt ist die Aufklärung gegenüber dem User, dass er nicht auf den Webdesigner angewiesen ist, sondern selbst entscheiden kann.

    Nebenbei gesagt ist das Öffnen eines Links eh viel angenehmer, da ich mich nur selten durch einen Link aus dem Lesefluss bringen lassen möchte.

  10. Links der Woche – KW36 » Nikonierer

    14. September 2011 um 19:42

    […] von euch wissen, dass ich eine Abneigung gegen die Öffnung von externen Links in neuen Fenstern/Tabs habe. Bei Blogix findet ihr einen Tipp um das Target-Attribut in euren TYPO3-Projekten zu […]