UPDATE: Das Capture Camera Clip System in einem ersten Test

Capture Camera Clip System

Bereits im Mai habe ich euch das Capture Camera Clip System vorgestellt. Die Kickstarter-Kampagne ist inzwischen beendet und alle sollten ihren Clip erhalten haben. So auch ich, letzte Woche traf das gute Stück bei mir ein und hat mich nun die ersten Tage begleitet.

Das Capture Camera Clip System

Das Capture Camera Clip System wurde von Peter Dering entworfen und hat seinen Weg über Kickstarter zu mir und vielen anderen begeisterten Fotografen gefunden. Peters Firma PeakDesign vertreibt den Clip, welchen ihr inzwischen auch bei Amazon.com bestellen könnt.

Das Prinzip dieses Clips habe ich bereits in diesem Artikel beschrieben. Dort findet ihr auch ein Video, indem Peter den Clip vorstellt.

Meine Erfahrungen

Ich habe den Clip nun gut eine Woche und bin einige Male mit ihm unterwegs gewesen. Ich habe während dieser Zeit sowohl positive sowie auch negative Erfahrungen gemacht.

Der erste Eindruck

Frisch ausgepackt war ich schon etwas überwältigt, wie stabil das Ding doch ist. Der Clip ist echt gut verarbeitet und sitzt echt bombenfest, egal ob am Gürtel oder am Rucksack.

Pro

Der Clip ist flexibel einsetzbar, man kann ihn z.B. am Gürtel befestigen oder aber auch am Gurt des Rucksacks. Dieses sind zumindest die beiden Möglichkeiten, welche ich getestet hab.

Das "Einklippen" und Lösen aus der Halterung geht nach den ersten zehn Versuchen in eine fließende Bewegung über und funktioniert blind. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so schnell an dieses Prinzip gewöhne.

Die Schnellwechselplatte, welche an der Kamera befestigt wird, passt zu allen Arca-Swiss kompatiblen Systemen und vermeidet somit das ständige Wechseln der Platten, insofern man einen passenden Stativkopf besitzt.

Auch bei etwas mehr Gewicht, in meinem Fall eine Nikon D80 mit Batteriegriff und einem Tamron 70-300mm/4-5,6, sitzt die Kamera gut und das Gewicht verteilt sich gleichmäßig. Lediglich bei kurzen Objektiven stört die Gewichtsverlagerung etwas, aber dazu weiter unten mehr.

Kontra

Das Stativgewinde wird von der Wechselplatte nicht weitergeführt, was dazu führt, dass man zur temporären Befestigung der Kamera auf einem anderen Stativ, ersten die Wechselplatte des Capture Camera Clips entfernen muss. (siehe Update weiter unten) Dieser Nachteil relativiert sich natürlich beim Einsatz eines Arca-Swiss kompatiblen Stativkopfes (s.o.).

Im ersten Moment dachte ich, dass mir größere Stative Schwierigkeiten bereiten würden, doch das Gegenteil ist der Fall. Nutzt man ein kleines Objektiv (habe es in meinem Fall mit einem Sigma 24mm/2,8 und einem Nikkor 50mm/1,8 getestet) so kippt das Gewicht nach vorne, da das Objektiv nicht mehr auf dem Oberschenkel aufliegt. Diese Auflage hat mich bei größeren Objektiven (in meinem Fall ein Tamron 70-300mm/4-5,6 und ein Nikkor 18-70mm/3,5-4,5) überraschenderweise überhaupt nicht gestört, sondern sorgt im Gegenteil sogar dafür, das die Kamera sich nur wenig bewegt.

Der grade erwähnte Effekt des Nach-vorne-kippens wird beim Einsatz eines Batteriegriffes natürlich noch verstärkt. Für einen angenehmen Tragekomfort musste ich hier schon das 70-300 auf der Kamera haben, was bei mir eher selten der Fall ist. Meiner Meinung nach das größte, wenn auch absehbarste Manko, was weniger dem Clip selbst, sondern viel mehr dem Prinzip an sich geschuldet ist.

Als letzten, kleinen Punkt möchte ich den Wechsel des Clips ansprechen. Die Befestigung am z.B. Gürtel erfolgt über zwei Schrauben, welche nicht unbedingt in wenigen Sekunden befestigt/gelöst werden können. Zieht man sich also eine neue Hose an, so ist man gezwungen den Clip vom Gürtel zu entfernen, bevor man diesen in die neue Hose ziehen kann.

Fazit

Auch wenn die Mängel in diesem Artikel deutlich überwiegen, so bin ich trotzdem begeistert von diesem Clip. Grade wenn man nicht unbedingt auf einen Batteriegriff angewiesen ist, macht dieser Clip eine Menge Spaß und sorgt für Bewegungsfreiheit.

Trotz des stolzen Preises von 79,99 USD halte ich diesen Clip durchaus für empfehlenswert. Grade Fotografen, die mit kleineren Spiegelreflexkameras unterwegs sind, werden ihre Freude damit haben.

UPDATE:

Ich habe fälschlicher Weise behauptet, dass das Stativgewinde nicht weiter geführt wird. Dieses Aussage ist schlicht und ergreifend falsch. Ich hatte einfach im Kopf das dem nicht so ist, und da ich diese Möglichkeit nicht bzw nur sehr selten benötige, habe ich es nicht mehr kontrolliert. Ich bedanke mich bei Thilo Schumann, der mich darauf aufmerksam gemacht hat.

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Ein Kommentar zu “UPDATE: Das Capture Camera Clip System in einem ersten Test”

  1. Dominic

    7. September 2011 um 21:27

    Wow, klasse Artikel! Ich schätze mal das Teil wird bald auf meinem Schreibtisch liegen :D Hört sich echt klasse an!

    Mfg Dominic